SPD Hattingen
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Mail
  • Startseite
  • Blog
  • Stadtverband
    • Ortsvereine
      • Bredenscheid
      • Holthausen
      • Niederbonsfeld-Wenigern
      • Hattingen-Mitte
      • Welper & Blankenstein
      • Winz-Baak
    • Ratsfraktion
  • Jusos Hattingen
  • Kontakt
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Blog

Kommentar zum Europatag

Allgemein, SPD Bundespartei, SPD-Ortsvereine, Stadtverband, Unterbezirk Ennepe-Ruhr

Der Europatag wird alljährlich am 9. Mai für Frieden und Einheit in Europa begangen.
Er markiert den Jahrestag der Schumann-Erklärung, in der Robert Schumann seine Idee für eine neue Form der politischen Zusammenarbeit im Europa vorstellte, die einen Krieg zwischen den Nationen Europas undenkbar machen sollte.
Die Bewahrung des Friedens war der entscheidende Antrieb für die Gründung der Vorläufer der EU nach dem Krieg und der Befreiung. Nach zwei verheerenden Katastrophen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war klar, ein erneuter Krieg könnte angesichts der Erfindung der Atombombe der letzte sein. Daher musste der Nationalismus in Europa überwunden werden. Eine Aufgabe, die bis heute unser Engagement erfordert.

Krieg in Europa ist Realität geworden


Und doch: was noch bis vor wenigen Wochen unvorstellbar schien, ist heute Realität.
In Europa ist Krieg. Ein Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, völkerrechtswidrig und durch nichts zu rechtfertigen, ist im Gang. Kriegsverbrechen wie die Angriffe auf zivile Einrichtungen wie Wohnhäuser und Krankenhäuser, die Zerstörung ganzer Stadtviertel und Ermordung zahlreicher Menschen aus der Zivilbevölkerung zeigen die ganze Abscheulichkeit russischen Vorgehens. Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden. Wir stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer. Die Welt ist in großer Gefahr. Es droht eine Eskalation des Schreckens. Ein alles vernichtender Weltkrieg ist so nah wie nie zuvor seit 1945. Und selbst wenn es gelingt, das schlimmste Szenario zu verhindern, ist zu befürchten, dass sich die NATO und Russland in Europa künftig hochgerüstet gegenüberstehen. Ein Kalter Krieg, in dem sich die EU und die USA einerseits Russland und China andererseits gegenüberstehen. Ein Kalter Krieg, der immer an der Grenze zum Heißen Krieg steht.

Das kann niemand wollen! Das können wir auch nicht den nachfolgenden Generationen zumuten.

Dieser Krieg ist das Ergebnis falscher politischer Entscheidungen. Die Hauptverantwortung trägt das Putinregime. Aber es gab nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verpasste Möglichkeiten, Russland in eine europäische Friedensordnung einzubeziehen. Renommierte Politikberater der Regierungen in den USA erklären, dass die NATO-Osterweiterung ein großer strategischer Fehler war. Mit ihrer Friedens- und Entspannungspolitik haben Willy Brandt und Egon Bahr den Grundstein für mehr als 60 Jahre Frieden gelegt. Und sie haben mit ihrer Politik erst die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die ehemaligen staatssozialistischen Länder Osteuropa von der Tyrannei der Sowjetunion befreit wurden. Gorbatschow hätte es ohne Entspannungspolitik nicht gegeben. Auch die deutsche Einheit hätte es nicht ohne die Entspannungspolitik gegeben. Entspannungspolitik heute bedeutet, so schnell wie möglich diesen Krieg zu beenden. Und eine neue Friedensordnung zu schaffen, in der die Staaten nicht mehr gegeneinander Krieg führen können.

Wladimir Putin hat sich verkalkuliert. Nicht nur was den Kriegsverlauf betrifft. Die Ukrainerinnen und Ukrainer leisten militärischen und zivilen Widerstand. Putin muss ansehen, wie die westlichen Staaten geeint wie selten sind. Es ist gut, dass es die EU gibt, um gemeinsam auf diese Herausforderungen reagieren zu können. Mit dieser Geschlossenheit des Westens hat der Kreml nicht gerechnet. Putins Lügengeschichten, dass er einen Krieg führt, um die Ukraine von Nazis zu befreien und um die russische Bevölkerung in der Ukraine vor einem Genozid zu schützen, nimmt ihm keiner in der Welt außerhalb Russlands ab. So hat der ukrainische Präsident Selensky selbst jüdische Wurzeln. Und vor einigen Tagen wurde der 96-jährige Boris Romantschenko, ein Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, durch einen russischen Bombenangriff in Charkiw getötet. Er engagierte sich für die Erinnerung an die NS-Verbrechen. Als Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora kam er seit den 1990er-Jahren regelmäßig zu Veranstaltungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers bei Weimar.

Flüchtlingskrise und Wettrüsten durch Ukraine-Krieg

Sieht so die „Entnazifizierung“ von Herrn Putin aus? Dieser Krieg hat auch zur größten Fluchtbewegung seit dem 2. Weltkrieg geführt. Mehr als 10 Millionen Menschen sind auf der Flucht. 6 Millionen in der Ukraine, 4 Millionen sind in der EU angekommen. Es ist ein großartiges Zeichen der Solidarität, wie die Menschen in Deutschland und in ganz Europa bereit sind, zu helfen. Selbst die polnische Regierung hat seine bisherige flüchtlingsfeindliche Politik aufgeben müssen und mehr als 2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Allerdings muss auch kritisiert werden, dass die polnischen Behörden Flüchtlinge nicht in die EU lassen, die keine Ukrainer sind. Das können wir nicht dulden, die Aufteilung der Flüchtlinge in 1. Klasse und 2. Klasse ist inakzeptabel. Menschenrechte kommen allen Menschen zugute und nicht weil sie eine bestimmte nationale oder ethnische Herkunft haben. Das wichtigste ist jetzt einen Waffenstillstand zu erreichen. Eine weitere Eskalation muss gestoppt werden. Die Diplomatie muss weiter nach Auswegen suchen. Kriege wurden bisher immer mit Verhandlungen beendet.

Ich bin sehr dafür, alles zu tun, um Russland unter Druck zu setzen, damit der Krieg beendet wird. Allerdings sollten wir unsere Maßnahmen genau bedenken. Die NATO darf nicht Kriegspartei werden. Russland würde beispielsweise die Einrichtung einer Flugverbotszone als Kriegserklärung der NATO begreifen. Das muss verhindert werden. Auch die Lieferung von Waffen birgt das Risiko, die NATO schrittweise in den Krieg hineinzuziehen. Mit einem neuen atomaren und konventionellen Rüstungswettlauf dürfen wir uns nicht abfinden. Die Bundeswehr muss als Teil europäischer Sicherheitspolitik ihre Verteidigungsaufgaben wahrnehmen können.

Aber die verkündeten Aufrüstungsmaßnahmen wie die 100 Milliarden Euro Sondervermögen und die Erhöhung der Militärausgaben über die Schwelle von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind sehr diskussionswürdig. Deutschland würde damit in der EU der Staat mit den höchsten Rüstungsausgaben, weltweit mit den dritthöchsten. Deutschland würde allein mehr für Rüstung ausgeben als Russland. Dabei gibt die NATO schon jetzt 15-mal so viel für Rüstung aus wie Russland. Darüber hinaus ist klar, dass die Rüstungsausgaben in Konkurrenz zu den dringenden Aufgaben zur Bekämpfung des Klimawandels und der Pandemie sowie der weltweiten Flucht- und Migrationsbewegung und der sozialen Ungleichheit hier in Deutschland, in Europa und in der Welt stehen würden. Sanktionen sind nötig, um deutlich zu machen, dass dieser Angriffskrieg nicht gebilligt werden kann. Ich bin sehr dafür, dass vor allem die Oligarchen getroffen werden.

Wie könnte ein diplomatischer Ausweg aus dem Krieg aussehen?
Eine Lösung für die Zukunft könnte eine sogenannte gestärkte Neutralität der Ukraine sein. Das hieße u.a. die Ukraine müsste auf eine Mitgliedschaft in der NATO verzichten. Zugleich muss die Souveränität der Ukraine in der Nachkriegszeit gesichert werden. Parallel dazu müsste die Ukraine mit ökonomischer Hilfe vor allem der EU neu aufgebaut und unterstützt werden. Der Ukraine ist eine verlässliche EU- Beitrittsperspektive zu eröffnen. Diese Entwicklung muss natürlich von der Ukraine so gewollt werden.

Besonders für den 9. Mai, den Europatag, gilt die Aussage von Willy Brandt: Frieden ist nicht alles! Aber ohne Frieden ist alles nichts!

Ihr und Euer Dietmar Köster MdEP
9. Mai 2022/von Michael Kreutz
Schlagworte: Dietmar Köster, Europa, Frieden, Kommentar
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Per E-Mail teilen
https://www.spd-hattingen.de/wp-content/uploads/2022/05/Europa-Flagge.webp 1366 2048 Michael Kreutz https://www.spd-hattingen.de/wp-content/uploads/2019/02/SPD-Hattingen-Logo-Header-1030x302-500x147.png Michael Kreutz2022-05-09 14:00:572023-05-05 17:17:09Kommentar zum Europatag
Das könnte Dich auch interessieren
Endspurt zur Europawahl 2024
5 Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Sach ma Hattingen – Mittendrin

  • SMH039: Mittendrin - Zusammenarbeit im Rat

    SMH039: Mittendrin - Zusammenarbeit im Rat
    30. Mai 2026

  • SMH038: Mittendrin - Bezahlbarer Wohnraum / Elternbeiträge

    SMH038: Mittendrin - Bezahlbarer Wohnraum / Elternbeiträge
    8. Mai 2026

Kürzlich
  • Thema Spielflächenplanung im Jugendhilfeausschuss11. Juni 2026 - 11:13
  • Regenbogenflagge zum CSD
    Erster Christopher Street Day in Hattingen2. Juni 2026 - 23:32
  • Gesammelter Müll auf dem Heinz-Wittpoth-Platz in Holthausen
    Müllsammel-Aktion in Holthausen22. Mai 2026 - 22:07
  • Etatrede zum Haushalt 2026 / 202727. März 2026 - 15:03
Beliebt
  • SPD-Ratsfraktion fordert Gesamtkonzept zur Stadtentwick...1. Februar 2023 - 17:06
  • Kleine & große Müllexperten am Werk – Aktion...13. April 2022 - 13:45
  • Jusos mit neuer Vorstands-Wahl15. Juni 2022 - 17:23
  • Aufruf zum 1. Mai 2022!29. April 2022 - 14:05
Schlagworte
1. Mai Allgemein Bundestagswahl 2017 Bürgermeisterwahl Frank Mielke Hattingen Heinz-Wittpoth-Platz Holthausen Jahreshauptversammlung Jubilarehrung Jusos Jusos Hattingen Karneval Manfred Lehmann Melanie Witte-Lonsing Ortsvereine Ortsverein Mitte Ortsverein Niederbonsfeld-Wenigern Ortsverein Welper & Blankenstein Ortsverein Winz-Baak Podcast Rainer Bovermann Ralf Kapschack Ratsfraktion Rosenmontagszug Sauberes Holthausen SPD SPD Hattingen Stadtverband Unterbezirk

Archiv

Kategorien

Termine

Juli 21
19:00 - 22:00

Stadtverbands-Sitzung mit Serdar Yüksel (MdB)

Aug. 24
19:30 - 21:00

Sitzung OV Winz-Baak

Sep. 26
14:30 - 18:00

„Alle an einen Tisch“ mit Melanie Witte-Lonsing

Kalender anzeigen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
  • Podcast

Mehr SPD finden Sie hier:

  • Die SPD Ennepe-Ruhr
  • Melanie Witte-Lonsing (Bürgermeisterin)
  • Kirsten Stich (Landtag)
  • Jan Schaberick (Landrat)
Link to: Aufruf zum 1. Mai 2022! Link to: Aufruf zum 1. Mai 2022! Aufruf zum 1. Mai 2022! Link to: Landtagswahl NRW: Rot im EN-Kreis – schwarze Aussichten für das Land Link to: Landtagswahl NRW: Rot im EN-Kreis – schwarze Aussichten für das Land Landtagswahl NRW: Rot im EN-Kreis – schwarze Aussichten für das Land
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}