Über mehrere Monate war die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten vakant und wurde kommissarisch geleitet. Jetzt ist sie wieder neu besetzt worden – allerdings ohne die Politik darüber zu informieren. Dieses Vorgehen ist nicht nur unprofessionell, sondern kann aufsichtsrechtliche Konsequenzen für Hattingen nach sich ziehen.

Neubesetzung mit Beigeschmack

Die SPD-Fraktion freut sich, dass die Nachbesetzung gelungen ist. Dabei gibt leider das Verhalten des amtierenden Bürgermeisters Dirk Glaser ein sehr schlechtes Licht ab. “Anstatt die Politik über die Besetzung zu informieren, erfahren wir von solchen Personalentscheidungen aus der Presse. Das widerspricht einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.“, so unser SPD-Fraktionschef Achim Paas dazu.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist eine Schlüsselstelle in der Verwaltung. Mit vielen Rechten ausgestattet gehört sie dem Stadtvorstand an und sitzt in diversen Ausschüssen sowie im Rat.

SPD: Falsche Darstellung durch den Bürgermeister

Weiterhin bemängeln wir die Darstellung der Stelle durch den Bürgermeister. Er erweckt den Eindruck, dass die Stelle um das Thema Diversität erweitert wurde. Dies gehörte jedoch schon immer zum Aufgabenbereich der Gleichstellungsbeauftragten. Im vergangenen Jahr haben wir als SPD einen Antrag eingebracht, dass dieses Aufgabenfeld zukünftig stärker bearbeitet werden soll. Der Grund dafür war nicht zuletzt, dass die Vorgängerin in der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten sich statt mit Diversität mit fachfremden Themen wie den Stadtteilkonferenzen auseinandersetzte.

Im schlimmsten Fall kann es sogar sein, dass dieses Vorgehen des Bürgermeisters zu einem Eingriff der Aufsichtsbehörden führt. Darum fordern wir eine zeitnahe Richtigstellung in der Öffentlichkeit sowie umfassende Informationen über die Nachbesetzung.

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