Die SPD Hattingen verurteilt geschlossen den widerlichen, feigen und rechtsextremistisch motivierten Terroranschlag in Halle. Wir bekennen uns solidarisch mit all den Opfern, ihren direkten Angehörigen und der gesamten jüdischen Gemeinde.

Anschlag in Halle eine Schande für unser Land

Der 09.10.2019 war nicht einfach nur ein ganz gewöhnlicher Mittwoch, sondern für Mitglieder der jüdischen Gemeinde zugleich der Höhepunkt des Versöhnungsfestes Jom Kippur. Auch in der Synagoge in Halle wurde zum Zeitpunkt des Anschlags dieser höchste jüdische Feiertag im Rahmen der Gemeinde begangen. Der Attentäter von Halle wollte, ähnlich wie andere rechtsextremistische Mörder vor ihm, in der Synagoge ein Massaker anrichten.

Glücklicherweise gelang es ihm nicht, in die Synagoge einzudringen. Stattdessen erschoss er zwei Menschen, verletzte zwei weitere und flüchtete, bis er schließlich von der Polizei festgenommen wurde. Es ist auf eine fürchterliche Art eine glückliche Fügung, dass an diesem Tag in Halle nicht noch mehr Menschen durch diesen Rechtsterroristen getötet wurden – und zugleich ist es eine ungeheuerliche Schande, dass Deutschland an so einem Punkt angelangt ist.

Rechtsextremistischen Terror beim Namen nennen

Dieser Anschlag in Halle muss uns erschüttern. Er muss uns vor Augen führen, dass in unserem Deutschland die Sprache wieder rauer wird. Dass es Menschen gibt, die ein friedliches Nebeneinander der Religionen und Werte nicht dulden wollen. Dass es Menschen gibt, die sich durch hetzerische Parolen ermuntert fühlen, Taten zu begehen, die lange Zeit völlig undenkbar schienen.

Spätestens die Enthüllungen um den NSU müssen uns die Augen dafür geöffnet haben: In einem Deutschland, dass die tiefsten Abgründe der Menschlichkeit gesehen hat, werden wieder Menschengruppen von Rechtsextremisten verfolgt und getötet. Das muss uns berühren, muss uns betroffen machen, muss uns weh tun – als Demokraten und als Menschen mit einem Herz!

Unsere Waffe ist der Zusammenhalt

Das sind nicht nur schwere Tage für Halle, sondern auch für NRW und die gesamte Bundesrepublik. In diesen Tagen klingen auch tröstende Worte immer hohl – sie bringen keinen geliebten Menschen zurück und sie bieten keine Sicherheit, wenn man sich als jüdischer Mitbürger mit einer Kippa durch die Straßen bewegt. Was aber Mut macht, das sind Hunderte und Tausende Menschen, die den Opfern einer solchen Tat gedenken. Die dafür sorgen, dass jene nie vergessen werden, die unschuldig mitten aus dem Leben gerissen wurden. Die an der Seite der Menschen stehen, die einen lieben Menschen verloren haben oder um ihre Sicherheit in unserem Land fürchten.

Lassen Sie uns gemeinsam zusammenstehen für jene, die es brauchen. Lassen Sie uns gemeinsam allen den Rücken stärken, die sich dafür einsetzen, in Frieden zusammenleben zu können. Lassen Sie uns gemeinsam zusammenstehen für alle, denen der Zusammenhalt und das Zusammenleben in unserem Land wirklich am Herzen liegt. Denn wo andere versuchen, uns gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen – da ist der Zusammenhalt unser stärkstes Mittel dagegen.

 

Gezeichnet: Manfred Lehmann / Achim Paas / Frank Mielke

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